Mein Ramadan-Test-Tag

Jedes Jahr auf neue zwingen strenggläubige Muslime sich selbst einen Monat des Fastens auf. Fasten heißt bei ihnen: Von Sonnenauf- bis untergang nichts essen oder trinken. Einen Monat lang!

Das habe ich mir immer sehr hart vorgestellt. Ich wollte aber auf jeden Fall mal ausprobieren, wie das ist. Also habe ich mir vor 2 Wochen einen Tag ausgesucht, an dem ich den Ramadan ausprobiert habe.

Das Fazit: es ist alles gar nicht so schlimm. Ich trinke zwar sonst sehr viel, aber Durst hatte ich von Anfang an und im Wesentlichen ist der Durst auch nicht schlimmer geworden im Laufe des Tages. Ebenso war es mit dem Hunger. Der wird nach einiger Zeit nicht mehr schlimmer und ist für einen Tag durchaus zu ertragen. Kurz vor Sonnenuntergang war das einzige bedenkliche Zeichen, dass meine Arme langsam angefangen haben, zu kribbeln. Ansonsten kann ich aber sagen: ich lebe noch, bin aber trotzdem froh Atheist zu sein!

Tom Seiler (20.8.2010)

Ich hasse Tiere, vor allem innere Schweinehunde…

Es ist eigentlich wirklich zu doof. Ich arbeite jetzt schon seit Monaten immer wieder ein paar Minuten an der Korrektur meines Buches “Tage eines Experiments”. Ich bin einfach zu doof diese letzten 1 1/2 Kapitel, die noch fehlen, fertig zu stellen. Ich könnte förmlich schon ein Buch darüber schreiben, wie ich mir immer wieder etwas anderes ausdenke, um dem Weiterschreiben aus dem Weg zu gehen. Aber jetzt ist das Ziel endlich in Sichtweite. Morgen bin ich hoffentlich endlich fertig. Dann kann ich mich endlich vernünftig anderen Projekten widmen und ihr bekommt ein paar Ausschnitte zu lesen!

PS: Spätestens morgen erscheint auch ein neuer Beitrag zu den USA hier auf dem Blog ;-)

Schade irgendwie…

Der wichtigste Artikel bei tagesschau.de ist heute dieser:
http://www.tagesschau.de/ausland/ahmadinedschad166.html
über einen möglichen Anschlag auf Ahmadinedschad. Wenn man normalerweise von Anschlägen liest ist man erschüttert und betroffen, vielleicht inzwischen auch gleichgültig. Aber dieser Anschlag ist anders. Oder bin ich der einzige, der gedacht hat “Schade irgendwie…” als ich gelesen habe, dass er unverletzt ist?

Die Neudefinierung von Hitze (Teil 1 der USA-Reihe)

Wie sich das gehört, fange ich mit meinen Berichten über meine USA-Reise in der Mitte an. Am 21.7. fuhr ich mit meiner Familie ins Death Valley. Die Vorgeschichte: Hinter uns lagen 1 1/2 Wochen USA, der größte Teil davon bei 35-40 Grad Celsius. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass das viel zu heiß war. Jedenfalls dachten wir, wir wären nach dieser ganzen Reise mit diesen Temperaturen für den heißesten Ort der Erde und tiefsten Punkt Amerikas vorbereitet, aber mit 50 Grad Celsius hatten wir nicht gerechnet.

Im heißesten Moment zeigte nämlich das Thermometer genau so viel an: 122 Grad Fahrenheit, umgerechnet 50 Grad Celsius. Wie heiß es wirklich ist, wenn man diese Zahl nicht nur liest, sondern spürt, das muss man gespürt haben, das kann man nicht lesen. Dennoch eine kleine Beschreibung: Als wir aus unserem Mietwagen ausstiegen, kam uns zwar die schlimmste Hitze der ganzen Reise entgegen (und das will schon was heißen!), aber das hatten wir ja auch schon vorher gewusst und so stellten mein Vater und meine Schwester zu meiner Überraschung fest, dass es doch gar nicht so schlimm sei. Ich packte eine 1 Liter-Flasche, auch für die paar hundert Meter, die wir gehen sollten. Eigentlich lautet die Empfehlung bei solcher Hitze lieber alle Wanderungen zu vermeiden, aber wir hielten uns natürlich nicht daran. Das wir also nicht nach den Regeln des Valleys spielten, gefiel ihm bestimmt nicht und deshalb bekamen wir auch die gerechte Strafe.

Am Anfang, also in den ersten 2-3 Minuten sind 50 Grad Hitze ganz normale Hitze, man fängt an zu schwitzen, möchte jede Menge Wasser, sowohl für das Innere als auch das Äußere des Körpers, und Schatten. Schatten gibt es im Death Valley natürlich genauso wenig wie Wolken, es hat ja auch nicht umsonst seinen Namen. Wasser gibt es auch nur extrem stark salzangereichert oder eben in meiner Flasche. Das Wasser in meiner Plastikwasserflasche wurde aber natürlich, wie mir das nur zu gut aus den vergangenen Tagen bekannt war so warm, dass man es nur noch anhand der Farbe von lauwarmer Suppe unterscheiden konnte. Nur das war nicht alles. Alles was man im Death Valley sieht ist ein blauer Himmel mit einer überdurchschnittlich stark scheinenden Sonne, ein paar Bergen drumherum, die angeblich 2000 Meter hoch sein sollten, aber höchstens wie 500 Meter aussahen und jede Menge Salz. Nachdem wir ein paar hundert Meter von dem kleinen Parkplatz weiter in Richtung Mitte des Valleys gegangen waren, beschlossen wir umzukehren. Nur ein Paar war noch verrückter als wir und war sogar noch ein paar hundert Meter weiter gegangen (die meisten anderen Touristen steigen nur einmal kurz aus und fahren dann gleich weiter, die wissen schon warum). Keine Ahnung, wie die das aushalten konnten, denn inzwischen mussten auch wir feststellen, dass das Thermometer den Unterschied zwischen 40 und 50 Grad nicht umsonst mit 10 Grad angab und da tatsächlich ein gewaltiger Unterschied bestand. Ohne Kopfbedeckung ist man verloren im Death Valley. Meine Mutter war trotzdem ohne Kopfbedeckung die nicht mal 20 Minuten bis hierhin gegangen und musste es den restlichen Tag mit einem bösen Sonnenstich bezahlen. Der Rest von uns war zum Glück wenigstens in diesem Punkt einmal nicht so wahnsinnig gewesen, allerdings ergab ein Griff auf meine Kopfbedeckung, dass warm eine wirklich witzige Bezeichnung für dessen Oberfläche gewesen wäre, denn tatsächlich war sie wirklich heiß. Mein Wasser fühlte sich inzwischen selbst von außerhalb der Flasche sehr warm an, was ich ja schon ziemlich bedenklich fand, es aber trotzdem trinken musste, denn durch einen dummen Zufall, gab es hier in der Nähe nur einen Salzsee und dieses Tal trug seinen Namen nicht umsonst.


Ach wie süß, ein kleines Bächlein! Nur leider ist der größte Bestandteil vermutlich Salz…


Das Death Valley von seiner besten und salzigen Seite.

Im Nachhinein fanden wir aber eins noch viel witziger: Uns war kalt. Wenn ich so zurückdenke ist das mein Lieblingsphenomen von der ganzen Reise. Sicher, natürlich schwitzt man bei 50 Grad, aber das Gefühl, das wir hatten, kann man am besten mit “Es lief mir kalt den Rücken herunter” beschreiben. Ich habe bestimmt auch schon irgendwann in Deutschland bei 35 Grad den Spruch gebracht “Es ist so heiß, dass es schon fast wieder kalt ist”. Ich wusste allerdings nicht, dass es auch wirklich so sein kann. Auch wenn mir keine Erklärung dafür einfällt…
Auf dem Rückweg hatten wir jedenfalls trotz der Hitze noch genug Motivation zwei Proben von Death Valley-Salz zu sammeln und es so zu verpacken, dass es eigentlich ein Wunder ist, dass die Sicherheitskontrolle am Flughafen eine Woche später es nicht für Drogen gehalten hat… Und fragt mich bloß nicht, was wir damit wollen (wenn wir das wüssten…), aber geht ihr mal im Hochsommer ins Death Valley, mal sehen was ihr dann so alles macht! ;-)
Die Moral von der Geschicht: Geh ins Death Valley im Hochsommer nicht!
Wer denkt 35 Grad wären heiß, der muss entweder davon absehen oder ein neues Wort für die Temperatur im Death Valley erfinden…

Tom Seiler
(die Bilder sind auch alle von mir)

140 Zeichen

Manchmal sind lange Blogeinträge sind manchmal einfach nötig. Alles ganz kurz ausdrücken zu müssen, liegt schließlich nicht im Sinne des Autors. Trotzdem: Twitter bietet jedem Menschen eine tolle Möglichkeit sich auszudrücken und alles mögliche von anderen Menschen zu lesen.
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Ich denke es lohnt sich, wie generell eine Anmeldung auf Twitter!

Viel Spaß allen die sich dafür entscheiden auf Twitter und speziell mit meinen Tweets!

Jetzt geht´s los!

Wir schreiben den 1. August 2010. Es ist nun einige Jahre her, dass ich das erste Mal Einblick hatte in das Internet. Heute verbringe ich schon einen Großteil meiner Zeit damit. Einen guten Teil dieser Zeit lese ich mir Beiträge auf Blogs durch. Es ist eine großartige Unterhaltung und noch so viel mehr, jeder der genug Zeit auf Blogs verbringt, wird wissen, was ich meine. Jetzt möchte ich auch dazugehören! Jetzt, über ein Jahr nachdem ich mich bei WordPress angemeldet habe und meinen ersten Blog aktiviert habe, ist es Zeit ihm auch Leben einzuhauchen.
Ich habe 3 Wochen USA-Reise hinter mir, schon einige Geschichten geschrieben und noch viel mehr Ideen für weitere. Ich habe also viel zu erzählen. Wer das alles oder auch nur einen Teil davon lesen möchte, ist dazu von heute an herzlich eingeladen! Denn ab heute geht es endlich los mit meinen Blogbeiträgen!

Ich wünsche allen in den kommenden Wochen bis Jahren viel Spaß auf meinem Blog!

Mit den besten Grüßen,

Tom “Gustav” Seiler

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